Jahreshauptversammlung in der Pinkenburg: Der Verein blickt auf positive Entwicklung, ehrte langjährige Mitglieder und stellte die Weichen für die Zukunft
Auf seiner Jahreshauptversammlung am 5. November 2026 in der Pinkenburg konnte der TSV Wennigsen auf eine erfreuliche Entwicklung zurückblicken. Deutlich mehr stimmberechtigte Mitglieder als zuletzt waren der Einladung gefolgt. Für den Vorsitzenden Florian Hergert war es die erste Versammlung, die er in dieser Funktion leitete. Er begrüßte neben den Mitgliedern auch den Vorsitzenden des Regionssportbundes, Ulf Meldau, sowie den Vorsitzenden des Arbeitskreises Wennigsen Sport (AKS), Martin Dankert.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen: Am Tag der Versammlung zählte der TSV Wennigsen rund 1400 Mitglieder. Der deutliche Zuwachs ist unter anderem auf fünf neue Sportangebote zurückzuführen. Auch finanziell steht der Verein auf gesunden Füßen. Allerdings bringt das Wachstum neue Herausforderungen mit sich. Die Hallenkapazitäten sind inzwischen mehr als 100 Prozent ausgelastet. Damit wird es zunehmend schwieriger, allen Sparten und insbesondere dem Kinder- und Jugendbereich ausreichend Trainingszeiten zur Verfügung zu stellen.
Langjährige Vereinstreue gewürdigt
Ein besonderer Tagesordnungspunkt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Wilhelm Hinrichs, Boris und Robin Gehler, Michael Fries, Carola Lutter, Thore Fahrenbach, Angelika Marhenke, Anton Peter, Christa Platzek, Brigitte Weskamp Ingwer Carstens, Olivia und Joel Sander, Inge Fechner, Sabine Grundschock, Johannes Theis, Thomas Kruse, Lars Garbe, Thomas Holzapfel und Dominik Colditz ausgezeichnet.
Für 40 Jahre Vereinstreue wurden Christian Jacke, Dietmar Gehler, Nore Lehmeier, Angelika Petriw, Monika Wüstefeld, Giesela Fink, Christian Friedrich, Ruth und Willi Mantik, Julia Schanze, Horst Theobald und Sören Zenke geehrt.
Auf 50 Jahre Mitgliedschaft können Olaf Mathwig, Gundula Schmidte, Lars Oldekopf, Ursula Duda, Frank Schanze, Gerd Stierwald, Martin Lau, Barbara van der Pool, Ulrike und Ursula Nagel zurückblicken.
Für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Heidemarie Buchin, Klaus Herbst, Christa Homeyer, Margret Lübkemann, Manfred Nolte, Christa Martin, Angela Burchard, Detlef Zenke, Wolfgang Grotstück und Ralf Winkler ausgezeichnet.
Lothar Butter, Helmut Grimpe, Winfried Gehrke und Dieter Tadje erhielten die Ehrung für 70 Jahre Mitgliedschaft.
Eine ganz besondere Würdigung erhielt Günther Heimberg, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiern konnte. Aufgrund seiner langjährigen Verbundenheit mit dem Verein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
Fußball und Handball gut aufgestellt
Auch die Berichte aus den einzelnen Abteilungen zeigten die Vielfalt und das Engagement des Vereins.
Die Fußballsparte ist die zweitgrößte Abteilung des TSV. Besonders im Jugendbereich ist der Verein gemeinsam mit Bredenbeck/Holtensen in der JSG Deister gut aufgestellt. Insgesamt 17 Mannschaften nehmen am Spielbetrieb teil. Erfreulich ist zudem, dass wieder eine Mädchenmannschaft gemeldet werden konnte.
Im Herrenbereich gibt es derzeit noch zwei Mannschaften, von denen eine als Spielgemeinschaft mit der SG Bredenbeck/Holtensen antritt. Auch im Ü32-, Ü40- und Ü50-Bereich besteht eine Spielgemeinschaft mit der SG Bredenbeck/Holtensen.
Die Handballsparte zählt aktuell 39 Jugendliche. Allerdings fehlen derzeit eine A- und eine B-Jugend. Die Zusammenarbeit mit Bredenbeck und Gehrden innerhalb der HSG ist hingegen gut aufgestellt. Insgesamt kommen die beteiligten Vereine auf rund 200 aktive Handballspielerinnen und Handballspieler.
Tennis erlebt neuen Aufschwung
Auf einer Erfolgswelle bewegt sich derzeit die Tennisabteilung. Insbesondere im Kinder- und Jugendbereich ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl in diesem Bereich stieg um 67 Prozent. Allerdings macht sich auch hier die angespannte Hallensituation bemerkbar. Vor allem im Winter ist es schwierig, ausreichende und regelmäßige Trainingszeiten für den Nachwuchs sicherzustellen.
Auch neue Trendsportarten wie Pickleball werden inzwischen indoor und outdoor angeboten und erfreuen sich guter Nachfrage. Gleichzeitig gibt es Pläne, die Tennisplätze zu modernisieren und auf Ganzjahresplätze umzurüsten. Dabei wird auch darüber nachgedacht, möglicherweise einen Tennisplatz zugunsten neuer Trendsportangebote umzuwidmen.
Turnen bleibt größte Abteilung
Die Turnabteilung ist weiterhin die größte Sparte des TSV Wennigsen. Durch neue Angebote konnte sie ihre Mitgliederzahlen nochmals um sechs Prozent steigern. Auch personelle Veränderungen und Rücktritte einzelner Übungsleiter konnten aufgefangen werden. Für die Zukunft hofft die Abteilung vor allem auf zusätzliche Hallenzeiten, um das Angebot weiter ausbauen und sichern zu können.
Sport kennt keine Altersgrenze
Die Seniorensparte zählt derzeit 25 Mitglieder und besteht aktuell ausschließlich aus Männern. Dass Sport keine Altersgrenze kennt, zeigt sich besonders deutlich beim Blick auf die Altersstruktur: Mit Günther Heimberg gehört sogar ein 100-Jähriger aktiv zu dieser Gruppe. Im Mittelpunkt stehen altersgerechte Übungen, bei denen jeder entsprechend seiner persönlichen Möglichkeiten mitmachen kann.
Vorstandswahlen und neue Fördermitgliedschaft
Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Reinhardt Narten zum zweiten Vorsitzenden wiedergewählt. Anne Triebsch wurde zur neuen Protokollführerin gewählt, was zur weiteren Verjüngung des Vorstandsteams beiträgt. Als Kassenprüferinnen übernehmen künftig Rita Blume und Barbara Schieke diese Aufgabe.
Eine weitere wichtige Neuerung: Auf der Versammlung wurde für eine neue Art der Mitgliedschaft gestimmt. Unternehmen können künftig soll eine Fördermitgliedschaft abschließen und so den Verein unterstützen. Der Jahresbeitrag von 240 Euro soll auch kleinen Firmen diese Möglichkeit geben. Dafür war eine entsprechende Ergänzung der Beitragsordnung erforderlich. Die Versammlung stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.
Mit rund 1400 Mitgliedern, einem vielfältigen Sportangebot und einer soliden finanziellen Basis sieht sich der TSV Wennigsen gut für die Zukunft aufgestellt. Die größte Herausforderung bleibt allerdings die Suche nach zusätzlichen Hallenkapazitäten, damit das stetig wachsende Sportangebot auch künftig allen Altersgruppen und Sparten gerecht werden kann.